2.2 AFGHANEN ???

Also, Afghanen sind so mit die bekannteste Windhundrasse und oft erkennen die Leute auch, was wir da an der Leine mit uns führen. Aber wenn sie unseren Jamu sehen, können die meisten nicht an seine Reinrassigkeit, da er „Blau“ ist,glauben. Afghanen sind für die meisten „Rot mit Maske“ und so kennt man sie eben. Auch das diese reich behaarten und dadurch nicht so dünn wirkenden Hunde WINDHUNDE sein sollen ist für manche unvorstellbar. Neulich erst sagte ein Mann zu seiner Frau “ Schau mal da sind 2 Windhunde und 3 Afghanen! „. Naja, wir sind still schweigend weitergegangen.

deswegen hier ein ein kleiner Abriss zur Rasse

Gezüchtet wurde er von den Nomaden Afghanistans bereits 4000 v.Chr. bzw. handelte es sich hierbei um einen Vorfahren. Behandelt wurde er in seinem Heimatland wie eine absolute Kostbarkeit. Aus diesem Grund sollte auch verhindert werden, dass er über die Grenzen exportiert wird. Er war in Afghanistan besonders als Jagd- oder Hütehund geschätzt. Zudem schätzte man ihn wegen seiner Eleganz, weshalb er sich zum Hund der höheren Gesellschaftsschicht entwickelte.

 

In der Heimat des Afghanischen Windhundes gab es im Wesentlichen zwei unterschiedliche Schläge, von der Landschaft geprägt, in der sie zur Jagd verwendet wurden. Der Windhund des Gebirges, der auch Steinwild jagte, war kleiner, kürzer und breiter, stärker gewinkelt und stärker behaart. Er brauchte für seine Arbeit Kraft, Wendigkeit und Sprungvermögen, besondere Schnelligkeit hingegen war dafür nicht das Wichtigste. Anders der Jäger für Steppen und Hochflächen. Er war größer, länger, weniger gewinkelt und schwach behaart, leichter aber schneller, eher dem Saluki ähnlich als dem Jäger des Gebirges. Beide Schläge wurden wohl hauptsächlich nach ihrem Gebrauchswert, nach ihrer Fähigkeit für die Jagd gehalten bzw. gelegentlich gezüchtet.

Obwohl die Ausfuhr des Afghanischen Windhundes bei Strafe verboten war, kamen Ende des 19. Jahrhunderts doch schon einige nach England. Im Jahre 1907 brachte dann Captain John Barff  den Rüden „Zardin“ mit nach England, einen Afghanischen Windhund von hervorragender  Qualität.

Bei uns sah man erstmals Afghanische Windhunde auf einer Hundeausstellung 1932, der erste im Deutschland eingetragene Wurf fiel 1940.

Beschreibung
Die Gesamterscheinung des Hundes soll Eleganz, Stolz und Würde zum Ausdruck bringen, aber auch die Kraft und die Schnelligkeit der Rasse erahnen lassen. 

Sein Ausdruck hält Fremde zunächst auf Distanz, und sein wahres Wesen lernt nur seine Familie kennen. Der Afghane kann eigenwillig, ungehorsam, beleidigt, fröhlich, albern, wild,unnahbar oder stolz sein. Sein Gesicht und sein Ausdruck,wenn man beides genau betrachtet,führen uns immer noch zurück in eine andere Welt, er war und ist noch immer ein Krieger, gleichzeitig aber ein unabhängiger Partner seines Menschen

Der Schädel ist lang und nicht zu schmal und weist einen langen Haarschopf auf. Für den eleganten und leicht federnden Gang achten die Züchter auf eine entsprechende Geometrie der Gliedmaßen. Das lange und seidige Fell darf alle Farben aufweisen, wobei die Farben Rot, Creme, Silber, Schwarz, Schwarzbraun, Silber-schwarz, Blau, elfenbeinfarben und Domino am häufigsten vorkommen. Kopf mit und ohne schwarzer oder blauer Maske.   Afghanen werden bis zu 12 Jahre und älter.
Er besitzt ein windhundtypisches Verhalten: Im Haus sanft, ruhig, unauffällig; draußen kann sich die Jagdleidenschaft durchsetzen, das geht so weit, dass er in Wald und Flur nicht abgeleint werden kann. In der Regel ist er verträglich mit Artgenossen.  Sein Gang gilt als Stolz, was auch sein Wesen wieder gibt. Unabhängigkeit und absolute Ruhe sind Markenzeichen dieses Hunde. Seine Unabhängigkeit rekrutiert aus dem Jagdverhalten, welches in Reiseberichten beschrieben wird, und wer das „wilde Afghanistan“ kennt, weiß, dass hier der Afghane immer auf sich allein gestellt war, um einen Steinbock in den Felsen erlegen zu können. Der Jäger konnte ihm nur im Abstand von Stunden, manchmal Tagen folgen. Befehle, die unsere heimischen Jagdhunde befolgen müssen, war der Afghanische Windhund nicht gewohnt entgegen zu nehmen. Geschickt und mit enormer Sprungkraft ausgestattet, musste er selbst entscheiden, welcher Weg zur erfolgreichen Jagd führte. Zurück in seinem Zuhause verharrte er friedlich und ruhig. Jedoch sind Afghanen auch sehr sensibel und können bei falscher Handhabung misstrauisch gegenüber Fremden werden. Mit Kindern kommen sie gut klar, jedoch sollten diese auf Grund der enormen Größe der Rasse schon etwas älter sein.

 

Wesen, Haltung:
Seine langen Beine und flacher Rücken machen den Afghanen zu einem athletischen Laufhund, der in Deutschland an Hunderennen und Coursing teilnimmt. Jedoch wirkt er im Vergleich zum Greyhound aufgrund seines üppigen Fells eher ein wenig schwerfällig. Er erreicht eine Geschwindigkeit von 50 km/h, während der Greyhound 60 km/h läuft. Mit weniger Fell wäre der Afghane aber mit Sicherheit schneller.

Dieser königliche und unabhängige Hund besitzt das Temperament einer Katze. Er ist intuitiv, niemals unterwürfig und schwer abzurichten. Deshalb sollte man bereits bei Welpen früh mit der Erziehung beginnen. Viele sagen, ein Afghane ist der dümmste Hund der Welt. Wer ihn aber kennenlernt, wird schnell seine Meinung ändern,denn er lernt sehr schnell, wenn es ihn interessiert und er hat ein unglaubliches Gedächtnis. So wird er sein geliebtes  Herrchen oder Frauchen mit seiner Intelligenz nicht enttäuschen.

Der Afghane kann niemals ruhig zusehen, wenn es um ihn herum lebendig zugeht. Fröhlich, neugierig und verspielt nimmt er jederzeit an allen Aktivitäten teil und läßt sich niemals wie ein Püppchen in die Ecke stellen. Er braucht einen einfühlsamen Besitzer, der ihn nicht unterdrückt, sondern seine Unabhängigkeit respektiert und ihn trotzdem mit fester Hand führt. Der Afghane ist sehr sensibel und liebebedürftig. Wenn man ihm die Zuneigung nicht zeigt oder ihm sogar entzieht, sinkt er in tiefe Depressionen und legt sich traurig auf den Boden. Wenn man aber alles bei der Erziehung richtig gemacht hat, dann ist er mit seinem Menschen eng verbunden, ja sogar richtig besitzergreifend und fühlt sich als gleichberechtigtes Familienmitglied. Deshalb bewacht er Haus und Bewohner besonders sorgfältig. Sobald er einen Fremden sieht, hört oder auch nur wittert, kündigt er ihn lautstark an.

Trotz seiner stattlichen Größe kann der Afghane ruhig in einer Stadtwohnung leben. Es muß aber gewährleistet sein, daß er sich körperlich oft verausgaben kann. Dazu hat er auf der Hunderennbahn hoffentlich oft die Gelegenheit. Ideal wäre natürlich ein Haus mit einem Garten. So kann er seine Energien austoben, wann immer er will. Da sein Temperament ab und zu mit ihm durchgeht, sollte man ihn in der Stadt immer angeleint führen. Auf geeignetem Terrain sollte er aber unbedingt frei laufen können. Beim gemeinsamen Joggen setzt er hohe Maßstäbe – es ist schwer mit ihm Schritt zu halten.

Natürlich liegt es auf der Hand, dass ein Hund mit langem, feinem Haar besonderer, sehr aufwendiger Pflege bedarf. Zu erwähnen ist noch, dass er nicht den typischen Hundegeruch hat und dass sich das Haaren in der Wohnung sehr in Grenzen hält.
Natürlich ist nur ein gepflegter Afghanischer Windhund auch ein schöner Afghanischer Windhund!

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